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Gebundene Vorsorge 3a – Wie viele Vorsorgebeziehungen darf ich eröffnen?

Maximale Anzahl Vorsorgekonten, Vorsorgepolicen und weiterer 3. Säule Vorsorgevereinbarungen

an-zukunft-denken-saeule-3aDie Eidgenössische Steuerverwaltung beschränkt die Anzahl der Säule 3a Beziehungen bei Banken (Bankstiftungen) oder auch Versicherungen nicht. Allerdings gilt der maximale Einzahlungsbetrag für die Gesamtheit der Beziehungen und nicht für jede einzelne. D.h., wenn ein Vorsorgenehmer z.B. ein Vorsorgekonto, eine Wertschriftenvorsorge und eine Vorsorgepolice bedient, dann liegt der maximale Gesamteinzahlungsbetrag bei CHF 6'739 (Jahr 2014 mit Anschluss an eine Pensionskasse) oder bei CHF 33'696 (Jahr 2014 ohne Anschluss an eine PK).

Aus gesetzlicher Sicht gibt es damit keine Einschränkung in der maximalen Anzahl an Vorsorgebeziehungen. Es gibt einige Banken und Versicherungen, die von sich aus eine maximale Anzahl an Vorsorgebeziehungen bei ihrem Institut vorgeben (z.B. zwei oder drei). Der jeweilige Kundenberater sollte dazu nähere Angaben machen können. Diese Art von Limitierung gilt nur für das betroffene Institut. Bei Drittinstituten dürfen stets weitere Vorsorgebeziehungen eröffnet werden.

Sinnvoll sind mehrere 3. Säule Beziehungen

Es ist sehr sinnvoll mehrere Säule 3a Vorsorgebeziehungen zu führen. Dazu gibt es hauptsächlich drei Gründe.

Kapitalleistungen der gebundenen dritten Säule werden progressiv besteuert. Eine gestaffelte Auflösung, dank mehrerer Vorsorgebeziehungen, führt so zu einer Steuerersparnis.

Inhaber von Säule 3a Vorsorgeersparnissen sind im Fall eines Bankkonkurses gesetzlich durch einen erweiterten Einlegerschutz abgesichert. Pro Bank gilt ein Maximalbetrag von CHF 100'000.

Säule 3a Gelder dürfen für bestimmte, gesetzlich geregelte, Bedürfnisse frühzeitig vor der Pensionierung bezogen werden. In den meistens Fällen gilt, dass das gesamte Geld einer Vorsorgebeziehung entnommen werden muss und dadurch eine Steuer für den kompletten Betrag anfällt.

Folgende Vorgehensweisen haben sich in der Vergangenheit bewährt

Vorgehensweise A):
Es werden 2-3 Beziehungen bei verschiedenen Instituten (Bank, Versicherung) eröffnet und der jährliche, maximale Einzahlungsbetrag auf die verschiedenen Beziehungen (Konten, Policen) verteilt.

Vorgehensweise B):
Alternativ kann vorerst eine Vorsorgebeziehung eröffnet werden und dort über die Jahre bis z.B. CHF 50'000 bis 100'000 eingezahlt werden. Der Betrag übersteigt somit nicht den gesetzlichen Einlegerschutz und das Geld ist sicher. Dieses Vorgehen macht besonders bei Vorsorgekonten Sinn, da bei einem allfälligen Bankwechsel (z.B. aufgrund höherer Zinsen) nur ein Konto gewechselt werden muss.