www.vorsorge-3a.ch
Vorsorgewissen auf den Punkt gebracht!

Wie sicher ist die gebundene Vorsorge Säule 3a?

Wie sicher sind Ihre Säule 3a Ersparnisse? Was bedeuten die Schlagwörter Einlegerschutz, Einlagensicherung und privilegierte Einlagen?

unsicherheit-bankenkrise-saeule-3aDie Finanzkrise hat im Jahr 2008 für grosse Aufruhe gesorgt. Finanzspekulationen haben die betroffenen Banken teilweise in existenzielle Schwierigkeiten gebracht.

Der Gesetzgeber hat zuerst durch einen dringlichen Bundesbeschluss und schliesslich im Jahr 2011 durch eine definitive Anpassung des Schweizerischen Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen (Bankengesetz) darauf reagiert und den sogenannten Einlegerschutz gestärkt.

Tragende Säulen des Einlegerschutzes sind die sogenannte Privilegierung und die Einlagensicherung. Dieser Einlegerschutz würde im Falle eines Bankkonkurses greifen.

Generelle Ersparnisse werden privilegiert behandelt und zusätzlich durch die Einlagensicherung bis zu CHF 100'000 gesichert

Ersparnisse bei einer Schweizer Bank werden bis zu CHF 100'000 pro Einleger (Kunde) privilegiert behandelt. Diese sogenannte Privilegierung bedeutet, dass die betroffenen Einlagen (Ersparnisse) in die zweite Konkursklasse übergehen. D.h., im Falle des Konkurs der Bank erhält der Bankkunde bis zu CHF 100‘000 vor allen anderen Gläubigern ausgezahlt. Beträge, die diese Limite übersteigen, fallen in die 3. Konkursklasse.

Reichen die tatsächlich vorhandenen, liquiden Mittel aus der ersten und zweiten Konkursklasse für die Rückzahlung der privilegierten Bankeinlagen nicht aus, greift die sogenannte Einlagensicherung (esisuisse) ein. Die Einlagensicherung sichert privilegierte Ersparnisse bis zu CHF 100‘000 ab, so dass sie auch tatsächlich ausgezahlt werden können.

Die Privilegierung und die Einlagensicherung gelten pro Kunde und Bank oder anders gesagt pro Kunde und nicht pro Konto bei der gleichen Bank. D.h., wenn ein Bankkunde mehrere Konten bei der zahlungsunfähigen Bank führt, werden die Guthaben addiert und die Privilegierung sowie die Einlagensicherung auf gesamthaft maximal CHF 100‘000 beschränkt.

Die übersteigenden Forderungen sind unter Umständen (z.B. Guthaben von CHF 130‘000) nur teilweise gedeckt. Übersteigen die Ersparnisse also CHF 100’000, könnten diese verloren sein.

Was passiert mit dem 3. Säule Guthaben bei einem Konkurs der Bank?

Generelle Ersparnisse und Vorsorgegelder sind separat voneinander geschützt.

sicherheit-vorsorge-Saeule-3aSäule 3a Ersparnisse (Guthaben) bei einer Schweizer Bank (bzw. der tragenden Vorsorgestiftung) werden ebenfalls bis zu CHF 100'000 pro Einleger (Kunde) privilegiert behandelt. Auch hier bedeutet die Privilegierung, dass die Säule 3a Guthaben in die zweite Konkursklasse übergehen. D.h. im Falle des Konkurs der Bank erhält der Bankkunde bis maximal CHF 100‘000 vor allen anderen Gläubigern ausgezahlt. Beträge, die diese Limite übersteigen, fallen in die 3. Konkursklasse.

Die Privilegierung der Säule 3a Gelder gilt zusätzlich (unabhängig) zur Privilegierung der übrigen Ersparnisse bei der gleichen Bank. Die Privilegierung gilt pro Kunde und Bank oder anders gesagt pro Kunde und nicht pro dritte Säule Konto bei der gleichen Bank. Achtung, die Einlagensicherung gilt bei Säule 3a Guthaben allerdings nicht.

Es muss zudem beachtet werden, dass Freizügigkeitsgelder (2. Säule) zu den Säule 3a Geldern dazu gerechnet werden, falls diese bei der gleichen Bank angelegt wurden. Die übersteigenden Forderungen sind unter Umständen (z.B. Guthaben von CHF 130‘000) nur teilweise gedeckt. Übersteigen die gesamten Vorsorgegelder also CHF 100’000, könnten diese verloren sein.

Säule 3a Vorsorgegelder bei Banken mit Staatsgarantie

Bei allen Kantonalbanken (Ausnahmen: Waadt, Bern, Genf) garantiert der jeweilige Kanton für sämtliche Einlagen (Ersparnisse, Säule 3a und Freizügigkeitsvermögen), auch diejenigen die je CHF 100‘000 gesamthaft übersteigen.

Fazit und mögliches Vorgehen zur Absicherung der Säule 3a Gelder im Konkursfall der Bank

Da es grundsätzlich erlaubt ist Vorsorgebeziehungen bei unterschiedlichen Banken zu führen, empfiehlt sich eine dahingehende Diversifizierungsstrategie, um jeweils von der vollen Privilegierung zu profitieren.

Siehe auch: Gebundene Vorsorge 3a - Steuerliche Behandlung

Falls Sie bereits mehr als CHF 100’000 angespart haben, eröffnen Sie am besten eine neue Säule 3a Beziehung bei einer anderen Bank und lassen die bestehende Vorsorgebeziehung ruhen. Die Verzinsung läuft dabei weiter. Die Kontobeziehung bei der neuen Bank geniesst dann wiederum eine Privilegierung von maximal CHF 100‘000.

Freizügigkeitsleistungen (2. Säule Pensionskassengelder) gelten auch als Vorsorgeguthaben. Legen Sie diese ebenfalls bei einer anderen Bank an. So sind die Gelder unabhängig voneinander gesichert.

Für die Auswahl der geeigneten Bank siehe: Zinsvergleich / Renditevergleich Säule 3a Vorsorgekonten