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Gebundene Vorsorge 3a - Rückzahlung (Amortisation) einer bestehenden Hypothek mit der dritten Säule

Amortisation (Rückzahlung) einer bestehenden Hypothek durch den Vorbezug der Säule 3a

2-eigenheim-finanzierung-saeule-3a-kleinAus steuerlichen Gründen wird die Amortisation in die direkte und die indirekte Amortisation unterteilt.

Das bereits angesparte Vorsorgekapital kann zur direkten Amortisation der bestehenden Hypothek bezogen werden.

Bis fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters (Stand 2015: Mann 60, Frau 59 Jahre) sind auch Teilbezüge möglich. Ein (Teil-) Bezug ist alle 5 Jahre erlaubt. Dabei sollte vorher abgeklärt werden, ob die Amortisation sinnvoll ist.

Es gelten zudem alle Grundlagen und gesetzlichen Rahmenbedingungen wie beim Vorbezug zur Erstfinanzierung des Wohneigentums.

Ist eine vorzeitige Amortisation mit der Säule 3a sinnvoll?

  Vorteile Nachteile
Vorzeitige Amortisation
  • Geringere Hypothek = geringere Zinsbelastung = geringere monatliche Wohnkosten
  • Weniger Steuerersparnis, da abzugsfähiger Hypothekarzins niedriger ist.
  • Eingeschränkte finanzielle Flexibilität im Alter
Verzicht auf vorzeitige Amortisation
  • Steuerersparnis, da abzugsfähiger Hypothekarzins höher ist
  • Geld kann im Alter für andere Dinge genutzt werden
  • Höhere Hypothek = höhere Zinslast = höhere Wohnkosten

Hintergrundwissen über die indirekte Amortisation

Bei der indirekten Amortisation wird die Hypothek nicht in jährlichen Amortisationsraten an die Bank (bzw. sonstige Hypothekargeber) zurückbezahlt, sondern regelmässig in die Säue 3a investiert. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine Bank- oder Versicherungslösung handelt. Es steht das Vorsorgekonto, eine Wertschriftenlösung oder auch eine Vorsorgeversicherungspolice zur Verfügung. Die eigentliche (Teil-) Hypothek wird erst zum vereinbarten Vertragsende zurückbezahlt.

Das Vertragsende liegt typischerweise im Alter zwischen 60 und 63 Jahren, da zu diesem Zeitpunkt die Hypothek auf 60% amortisiert sein sollte. Die gebundene Vorsorge 3a wird dafür aufgelöst und an den Hypothekargläubiger überwiesen. Allfällige Differenzen stehen dem Vorsorgenehmer zur Verfügung. Durch dieses Vorgehen bleiben die Hypothek und damit auch die steuerlich, abzugsberechtigten Hypothekarzinsen, während der Vertragslaufzeit, gleich hoch.

Hintergrundwissen über die direkte Amortisation

Bei der direkten Amortisation werden die jährlichen Amortisationsraten direkt an die Bank (bzw. sonstige Hypothekargeber) zurückbezahlt. Dadurch sinkt die Hypothek stetig und damit auch die steuerlich abzugsberechtigten Hypothekarzinsen. Die Steuerbelastung kann dadurch jeweils entsprechend höher ausfallen.

Gegenüberstellung und Vergleich von indirekter und direkter Amortisation

  Vorteile Nachteile
Indirekte Amortisation
  • Steuerersparnis, da abzugsfähiger Hypothekarzins höher ist
  • Vorsorgekapital arbeitet (Zinsertrag oder Wertsteigerung)
  • Höhere Hypothek = höhere Zinslast = höhere monatliche Wohnkosten
Direkte Amortisation
  • Geringere Hypothek = geringere Zinsbelastung (vor allem in Hochzinsphasen) = geringere monatliche Wohnkosten
  • Weniger Steuerersparnis, da abzugsfähiger Hypothekarzins niedriger ist